Ablauf

Die BF beruht auf drei wichtige Phasen:
1 Phase: Anamnese - hier lernen wir uns kennen, wir besprechen genau welche Ängste, Befürchtungen, Risiken, eventuelle Vorbelastungen hier sind. Was dir wichtig ist und warum du die BF machen möchtest. Auch wie deine eigene Geburt stattfand, werden wir besprechen. Diese Erstgespräche nehmen einen wichtigen Raum ein bei der BF, da wir hier schon die Hintergründe erkennen werden und sich bereits Lösungen einstellen.
Die Begegnung mit deinen Gefühlen sind auch der Schlüssel für die Babygespräche die danach erfolgen werden.
Die Anamnese findet ca ab der 20 Schwangerschaftswoche statt - 1x wöchentlich

2 Phase: Babygespräche - die mehr sind als "nur" ein kennenlernen oder miteinander spielen. Hier wirst du erfahren wie dein Baby fühlt und welche Persönlichkeit es hat. Ob es Ängste hat oder welche es von dir fühlt, mit welchen Dingen es belastet ist von dem wir nichts wissen, uvm...
Hier ist immer wieder Platz und Zeit diesen Dingen auf den Grund zu gehen damit sie sich lösen können. Von der Mutter und natürlich auch von deinem Baby!! Das ist wiederum der Schlüssel, der die Babys, unbelasteter auf die Welt kommen lässt. Also auch eine wichtige Phase für dich und dein Baby. Zu den Babystunden ist der Papa natürlich auch herzlich Willkommen - denn auch er spielt eine wichtige Rolle! Babystunden - 1 x wöchentlich

3 Phase: Abschlussstunden - hier geht es um die Ablösung und Trennung von deinem Baby. Diese stellen den letzten wichtigen Teil der Begleitung dar. Wie wichtig dieser Teil auch sein wird, kannst du im Gespräch der beiden Zwillinge im Mutterbauch nachlesen - weiter unten!
Die Abschlussstunden beginnen ca. in der 36 Woche und enden in der 38 Woche. Diese finden 2 x wöchentlich statt!
Falls medizinisch ein Kaiserschnitt notwendig wäre, gehen wir natürlich auch auf diese Möglichkeit ein!





Gibt es ein Leben nach der Geburt?

„Sag’ mal, glaubst Du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling.

„Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden für das, was draußen kommen wird, vorbereitet“, antwortet der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“

„So ganz weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“

„Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, Punktum.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen.“

„Mutter???? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“

„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt.“



Die Geschichte ist von Henri J. M. Nouwen